Hypnose

Was ist Hypnose eigentlich?
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Diese Frage wird mir immer wieder gestellt und jeder, der sich mit Hypnose befasst hat, weiß, dass sie nicht so ohne weiteres zu beantworten ist, da Hypnose so viel ist ! Sie ist ein Kosmos aus Bewusstseinszuständen, Induktionstechniken, Tranceanwendungen, …
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Da der Fragende aber keinen Fachvortrag haben möchte, sondern nur eine kurze Information darüber, habe ich hier einige kurze Informationen zusammengestellt:
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Durch Hypnose
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  • … kann man das Unterbewusstsein direkt ansprechen.
  • … entspannt man und ist dadurch aufnahmefähiger.
  • … kommt man in einern Zustand gesteigerter Lernfähigkeit.
  • … kann man innere Veränderungen in kurzer Zeit erreichen.
  • … kann dem Klienten das ermöglicht werden zu ändern, was er ändern möchte.

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Hypnose ist eine Sammlung aus unterschiedlichen Techniken und Vorgehensweisen, die Zugang zu den Funktionen des menschlichen Nervensystems haben und die das Ziel ermöglichen, eine Trance zu erzeugen, mit deren Hilfe man den gewünschten Klienteneffekt erzeugen kann.
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Je nachdem, was der Klient sich wünscht, wird auch die Tiefe der Trance gewählt z.B. in leichte, mittlere oder tiefe Trance und nochmals in z.B. Entspannungstrance, interaktive Trance (mit Bildwahrnehmung), aktivitätsgesteigerte Trance (Zustände erhöhter Energie) oder spirituell geprägte Trance (z.B. mit Erinnerungen an frühere Leben), untergliedert werden.
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Die Wirkung der Hypnose ist sehr real und medizinisch durch Fakten nachweisbar.
Je nachdem, was man erreichen möchte, müssen unterschiedliche Areale im Gehirn angesprochen werden (z.B. der Unterschied einer psychischen Problematik, wie die einer Angststörung und einer körperlichen Anwendung, wie die der Schmerzabschaltung beim Zahnarzt, oder z.B. einer Neurodermitisbehandlung).
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Jetzt aber ersteinmal zu meinen Einsatzgebieten und wer danach noch mehr über Hypnose wissen möchte, liest einfach unten weiter:
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Meine Einsatzgebiete in der Hypnose:

 

  • Gewichtsreduktion
    Mit Hilfe der Hypnose lassen sich die Essgewohnheiten, das Hungergefühl, aber auch der Stoffwechsel positiv beeinflussen.
  • Raucherentwöhnung
    Jeder weiß, wie schwer es den meisten Rauchern fällt, diesen Entschluss ohne fremde Hilfe in die Tat umzusetzen. Die Hypnose hat sich als eine der erfolgreichsten Methoden zur Rauchentwöhnung bewährt. Jüngste Studien und Praxis-Tests haben ergeben, dass sie sogar deutlich erfolgreicher als Nikotin-Pflaster und Rauchentwöhnungstabletten abschneidet. Themen wie Rückfallprävention sind bereits in die Vorgehensweise integriert.
  • Tiefenentspannung
    Die hypnotische Tiefenentspannung ist ein ausgedehnter Trancezustand, in dem der Körper regenerieren und sich neu einrichten kann. Folgende positive Effekte können dabei erreicht werden:
    _Lösung von Verspannungen
    _Verbesserung des Ein- und Durchschlafverhaltens
    _Minderung von Nervosität
    _Minderung von Schmerzen
    _Minderung von Ängsten
    _Verbesserung der Wundheilung
    _Stärkung des Immunsystems
    _Verbesserung der Konzentration und der Lernfähigkeit
    _und noch einige mehr…
    Das Nervensystem kommt wieder zur Ruhe und unnötige Störgeräusche, die Kraft kosten, werden dadurch minimiert.
  • Blockadenlösung
    Eine hypnotische Blockadenlösung ist eine Anwendung, bei der das Unterbewusstsein die Möglichkeit bekommt, innere Blockaden auf emotionaler, als auch auf körperlicher Ebene aufzulösen und loszulassen.
  • Phantasiereise
    Phantasiereisen erlauben Ihnen, sich einmal aus Ihrem Alltag zu lösen und schöne Gefühle zu erleben, die Sie genießen und in sich speichern können. Wie in einer geführten Meditation erfahren Sie dabei eine angenehme innere Welt, nur dass die Qualität der Phantasiereisen in Hypnose in der Regel noch um einiges intensiver ist.
  • Symptomerforschung
  • Superlearning
    Verbesserte Aufnahmefähigkeit beim Lernen, bessere Abrufbarkeit des Wissens und Lösen von Lernblockaden.
  • Motivation
    Ausrichtung des Unterbewusstseins auf ein bestimmtes (beliebig wählbares Ziel).
  • Sporthypnose
    Leistungssteigerung und Verbesserung der Konzentration bei nahezu allen Sportarten.
  • Lampenfieber
    Auflösung von
    _Lampenfieber
    _Nervosität vor Führerscheinprüfung
    _Nervosität vor anderen Prüfungen
    _Unruhe vor einer Rede oder Präsentation, oder anderen wichtigen Ereignissen
  • Selbstbewusstsein
    Stärkung des Selbstbewusstsein und des Selbstvertrauens, sichereres Auftreten und mehr Durchsetzungsvermögen.
  • Charisma-Training
    Mehr Ausstrahlung und Wirkung auf privater Ebene, im Beruf und in der Liebe.
  • Spitzenleistungsanker
    Einen hypnotischen Anker setzen, den Sie abrufen können, um sich in einen Zustand der optimalen Leistungsbereitschaft zu versetzen
  • Wunsch-Hypnose
    Einstellen des Unterbewusstseins auf einen bestimmten Wunsch.
  • Verstärkung von Fähigkeiten
    Intensivierung beliebiger Talente und Fähigkeiten, in denen Sie besser werden möchten.
  • Schlaf-Verbesserung
    Für besseres Ein- und Durchschlafen und für die Therapie von Schlafstörungen.
  • Farbtherapie mit Hypnose
    Die emotionale Intensität der Farbtherapie kombiniert mit der Tiefenwirkung der Hypnose.
  • Allgemeine Verstärkungssuggestion
    Auf metaphorischer Basis, die das Unterbewusstsein anregen soll, den optimalen Weg zur Erreichung des Behandlungszieles zu wählen.

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Nerve Cell. 3D. NeuronsUm die Hypnose zu verstehen muss man die Arbeitsweise des Gehirns betrachten.
Das Gehirn besteht aus einer ganzen Reihe einzelner Zentren, die allesamt für unterschiedliche Aufgaben zuständig sind.
Es gibt Gehirnareale, die für die Steuerung der Motorik verantwortlich sind und Regionen, die die optische oder akustische Wahrnehmung kontrollieren, die Sprache oder die vegetativen Funktionen des Körpers.
Alle diese Zentren arbeiten für sich allein und doch im Team zusammen.
Sie sind untereinander vernetzt und können miteinander kommunizieren.
Wie ein Team, das aus verschiedenen Spezialisten für verschiedene Aufgaben besteht, setzen sich die einzelnen Bereiche des Gehirns zu einem großen Ganzen zusammen.
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Dabei können einzelne Bereiche einmal mehr und einmal weniger aktiv sein.
Dies ist ganz davon abhängig, welche Funktionen im Moment gerade benötigt werden.
Liegt der Mensch z.B. entspannt auf dem Sofa und hält ein Mittagsschläfchen, liegt es auf der Hand, dass das Motorikzentrum, das sich ansonsten um die Koordination seiner Bewegungen kümmert, keine größeren Aufgaben zu erfüllen hat und deshalb weitestgehend inaktiv ist.
Steht der Mensch allerdings wieder auf und beschließt, einen Nachmittagsspaziergang zu machen, muss das Motorikzentrum aktiv werden, damit er sich überhaupt vom Sofa erheben kann.
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Ebenso verhält es sich bei Gehirnzentren, die auf bestimmte geistige Aufgaben spezialisiert sind. Der Bereich im Gehirn, der für das Lösen mathematischer Aufgaben zuständig ist, wird eben besonders dann aktiv, wenn der Mensch sich mit logischen Überlegungen beschäftigt.
Das Sprachzetrum arbeitet vor allem dann, wenn er spricht und das Gehörzentrum kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn er Geräusche wahrnimmt und diese einordnen möchte.
Jedes Areal wird vor allem dann aktiv, wenn eine Aufgabe oder Tätigkeit vorliegt, die seinem Spezialgebiet entspricht.
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Die einzelnen Zentren sind nicht nur dann aktiv, wenn der Mensch sich konkret mit einer bestimmten Aufgabe beschäftigt, sondern sie können auch dann aktiv werden, wenn er nur über eine bestimmte Tätigkeit nachdenkt oder er sich diese nur vorstellt!
Jetzt kommen wir der Hypnose näher:
In der Hypnose werden Gehirnaktivitäten stimuliert und Programme gestartet, die in diesem Moment eigentlich nicht von selbst aktiv werden würden.
Im Zustand der hypnotischen Trance lassen sich also förmlich auf virtuelle Weise tatsächliche Veränderungsprozesse auslösen, da er den Realitätsbezug der einzelnen Zentren verändert und einen tatsächlichen Zugriff auf tiefliegende Funktionen und Abläufe erlaubt, die fast nur unter diesen speziellen Bedingungen erreichbar sind.
Dies wird durch die Sprache (Sprachzentrum) und die Vorstellungskraft erreicht.
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HimmelstorHier ein Beispiel wie Hypnose funktioniert:
In der Trance ist das Gehirn in einem friedvollen Zustand, in dem es das gesprochene Worte in Vorstellungen umwandelt und diese als real akzeptiert.
Suggeriert der Hypnotiseur dem Klienten z.B. die Vorstellung, er würde gerade Klavier spielen, dann akzeptiert das Gehirn diese Vorstellung zu einem gewissen Grad als real und aktiviert die Zentren, die für das Klavierspielen benötigt werden.
Gibt der Hypnotiseur während dieses Vorstellungsprozesses eine neue Erfahrung hinzu (z.B. eine Vorstellung davon, wie der Klient ein besonders schwieriges Stück spielt, das er zuvor nur mit viel Lampenfieber spielen konnte), nimmt das Gehirn dieses Erlebnis als real an und speichert es als Erfahrung ab.
Kommt es nun im Leben des Klavierspielers wieder zu einer vergleichbaren Situation, in der er dieses schwierige Klavierstück vor Publikum spielen möchte, erinnert sich das Gehirn an die erfolgreiche Ausführung dieser Aufgabe in der Hypnose und nutzt diese Erfahrung, um in der realen Situation ein besseres Ergebnis zu erzielen.
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Da jedes Thema einem entsprechenden Gehirngebiet zugeordnet ist, wird die Hypnose entsprechend dort angewendet, um das jeweilige Ziel zu erreichen. z.B. Klavierspielen, Matheaufgaben lösen, Sportaktivitäten ausführen, …
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Hypnose kann man als virtuelles Lernen bezeichnen, also das Annehmen von Erfahrungen, die in der Vorstellung geschehen und vom Gehirn als real akzeptiert werden.
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In der Trance können sogar virtuelle Erfahrungen gemacht werden, die real zu diesem Zeitpunkt gar nicht möglich für den Klienten wären, da diese Eigenschaft, die zu der virtuellen Erfahrung führt, zu diesem Moment real fehlt.
Es können auch reale Situationen in veränderter Form erlebt werden! Und zwar so, dass sie für das Gehirn wirklich erlebbar werden! Dazu werden alle dazugehörigen Gehirnareale aktiviert, als würde eine Situation tatsächlich gerade so geschehen, in die sich der Klient vor Angst vielleicht nicht freiwillig begeben würde.
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Grund dafür ist, dass das Gehirn aufgrund der Einwirkung des Trancezustandes beginnt, die Beurteilungsfähigkeit zu verlieren, ob ein erlebter Sachverhalt virtuell oder real ist.
Das Bewusstsein mag noch unterscheiden können, spielt aber bei einem solchen Prozess zumeist nur eine untergeordnete Rolle.
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Aufgrund der niedrigfrequenteren Gehirnaktivitäten während des Trancezustandes ist es dem Gehirn möglich darin gemachte Erfahrungen direkt in das Langzeitgedächtnis zu speichern.
Man kann also in Hypnose Zugriff auf das Langzeitgedächtnis und damit auf die tieferen inneren Speicherstrukturen nehmen und damit erwünschte Programmierungen in einer Tiefe integrieren, die ansonsten im Wachbewusstsein nahezu undenkbar wären.
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Auch wenn man mit der Hypnose im Prinzip alle Funktionen des Nervensystems ansprechen und beeinflussen kann, gibt es hier bestimmte Einschränkungen, da der menschliche Körper einige Sicherheitssysteme besitzt, die dafür sorgen, dass man gerade an lebenswichtigen Funktionen wie z.B. dem Herzschlag nicht ohne weiteres herankommt.
Trotzdem kann man mit Hilfe von Hypnose z.B. eine Verlangsamung des Pulses bewirken, wenn dies aus medizinischer Sicht sinnvoll erscheint.

 

Hypnotic Clock