Mediation

Er kommt in den besten Freundschaften und in den stabilsten Partnerschaften, Geschäftsbeziehungen oder Nachbarschaften vor: Der Konflikt!
Dort, wo vorher Ruhe, Frieden und Verständnis war, ist alles auf einmal anders.
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So ein Konflikt besteht sehr oft aus Missverständnissen, gemischt mit einer Prise emotionaler Qualen, Kopfschütteln, Wut, Ärger, Aufregung und wenn dieser Konflikt eine Eigendynamik entwickelt hat, was fast immer der Fall ist, dann kann sich dieser enorm zuspitzen.
Er kann sich sogar so zuspitzen, dass zwei oder mehrere Parteien gar nicht mehr miteinander sprechen möchten, sich aus dem Weg gehen, andere Menschen mit hineinziehen und somit wird dieser Fall, wie so oft, einem Anwalt übergeben, weil keine Einigung, keine Kommunikation, kein Zusammentreffen in Sicht ist.
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Rational vs Emotional concept.

Da so ein Streit oft auf Emotionen beruht, ist es fragwürdig, ob zuerst ein Anwalt eingreifen muss. Ein Anwalt sieht die rationale und nicht die emotionale Seite eines Konfliktes. So wird es aus der Sicht der Mediation bei einem Anwalt oder einer Gerichtsverhandlung immer 2 Verlierer geben.
Er gibt immer 2 Verlierer, da keiner das bekommt, was er sich erhofft hat. Die Menschen, die vor Gericht stehen müssen sich im Endeffekt immer einigen und das nenne ich: Verlieren! Dazu kommen auch noch die hohen Anwalts- und Gerichtskosten und vor allem der Kriegsgedanke.
Hier kann es nur dazu führen, dass jeder der Parteien verliert.
Es stellt sich dann die Frage: Was war die Motivation einen Anwalt einzuschalten? Was hat man sich mit einem Gang zu Gericht erhofft? War das wirklich notwendig, oder gab es evtl. noch eine andere Lösung?
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Zwischen dem Konflikt und dem Anwalt gibt es noch einen anderen Lösungsansatz der Konfliktbewältigung, die vielen Menschen noch ziemlich unbekannt ist und sich Mediation nennt.

Die Mediation betrachtet die emotionale und rationale Seite der Konfliktentstehung beider Parteien. Sie sieht das GANZE und versucht so zwei Gewinner entstehen zu lassen. Die Mediation ist so ausgerichtet, dass beide Parteien gewinnen können. da das Mediationsergebnis von allen Parteien als eigenes und damit kongruentes Ergebnis angestrebt wird, in dem es keinen Verlierer im klassischen Sinne gibt.
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Was ist Mediation und woher kommt diese?
Die Mediation ist ein historisch uraltes Verfahren zur Konfliktlösung, das bis zu Aristoteles oder Platon zurück zu verfolgen ist. Der Mediator hat die Aufgabe, die Konfliktparteien neutral und allparteilich im Lösungsprozess zu unterstützen.
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WIN WINZiel der Mediation ist ein ressourcenorientierter Lösungsansatz, bei dem am Ende eine klassische Win-Win-Situation entsteht, die im Gerichts- bzw. Schlichtungs-verfahren durch das Urteil eines Dritten in dieser Qualität in der Regel nicht entstehen kann.

 

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Anwendungsgebiete der Mediation:

  • Familien (Bsp. Testament Konflikten)
  • Partnerschaft (Bsp. Trennung)
  • Arbeitswelt
  • Schule
  • Jungendarbeit
  • Nachbarschaft

 

 

Angewendet werden kann die Mediation in vielen Konfliktbereichen. Welche Bereiche ergänzend dazugehören, können wir in einem Telefonat besprechen.
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Wer ist für eine Mediation nicht geeignet?
Die Personen, die an einer Meditation teilnehmen sollten psychisch gesund und körperlich in einem stabilen Zustand sich befinden.
Genauso ungeeignet sind die Menschen, die zu einer Mediation kommen und an einer ressourcenorientierten Lösung nicht interessiert sind.
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Die Mediation unterscheidet sich stark von einer Therapie, Coaching oder Beratung. Der Mediator hat lediglich die Rolle zu führen und zu leiten und dabei vollkommen allparteiisch und neutral zu sein.
Alleine die Worte allparteiisch und neutral sind die Anker, um zu verstehen, dass es sich hier nicht um eine Beratung, Coaching oder Therapie im klassischen Sinne handeln kann.
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Die Gesprächsrunde wird so geleitet, dass der Mediator alle anwesenden Parteien verstehen kann und diese nach der sogenannten „Harvard“ Verhandlungstechnik führt.
Somit versteht er sich in der Körpersprache, in der Frage- und Kommunikationstechnik, in der nonverbalen Kommunikation, wobei in der Mediation 4 Phasen durchlaufen werden und nach der vierten Phase die Klienten zu einer ressourcenorientierten Lösung gekommen sind.

 

Hier möchte ich einige Beispiel vorstellen:
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Ein Geschwisterpaar hatte 15 Jahre nicht miteinander gesprochen und nun stehen beide vor der Erbschaftsangelegenheit. Nach einer Mediation konnten beide nicht verstehen, wie sie es 15 Jahre lang ausgehalten haben, nicht miteinander zu sprechen. Der Grund des 15 Jahre langen Bruches waren Lappalien.

 

Zwei Unternehmer hatten gemeinsam eine Firma gegründet, die mittlerweile Millionenschwer ist. Es kam zum Streit. Der Konflikt eskalierte, so dass beide Schwierigkeiten hatten sich in einem Raum zu befinden. Nach einigen Sitzungen sind beide durch die Mediation zu einem Entschluss gekommen, wie sie weitermachen möchten, ohne sich zu trennen und einen enormen Verlust zu erleiden.

 

Ein Paar hatte sich so dermaßen in einen Konflikt hineinmanövriert, dass sie kurz vor der Trennung standen. Die Überschrift „Unverständnis“ stand beiden auf der Stirn geschrieben. Durch die Mediation sind beide Hand in Hand aus dem Raum gegangen.

 

Es gibt aber auch Beispiele, wo beide verstritten in die Mediation kommen und danach nicht Hand in Hand aus dem Raum gehen. Auch wenn diese danach getrennte Wege gehen, so haben beide einen Weg gefunden, um ihre Kinder nicht in den Streit hineinzuziehen.

 

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